GÖRLITZ ROCKT -

..aber bitte mit Sahne!

 

2010


Das größte Kneipenfestival Ostsachsens

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr startet „Görlitz Rockt – aber bitte mit Sahne“ nun zum 2. Mal am 20. März 2010 in über 22 Lokalen der Görlitzer Innenstadt. Die Resonanz der Görlitzer Gastronomen war so überwältigend dass nicht alle Bewerbungen Berücksichtigung finden
konnten.
Dennoch kann heute schon festgestellt werden, dass die zweite Auflage von „Görlitz Rockt “ das größte zusammenhängende Kneipenfestival Ostsachsens mit 28 Locations sein wird. Die Neuauflage von „Görlitz Rockt “ wird im nächsten Jahr am 9. April 2011 stattfinden und die Veranstalter hoffen, dass das Festival weiter wächst. Das Repertoire der angebotenen Musik reicht in diesem Jahr von den Sparten Rock, Pop, Swing, Jazz, Schlager, Oldies bis hin zu Klezmer und Salsa. Um auch der reiferen Jugend ein kulturelles Erlebnis zu bieten startet bereits ab 14 Uhr ein klassisches Kaffeekonzert mit der Violinistin Katrin Wettin im Hotel Tuchmacher. In weiteren Cafés der Innenstadt folgen interessante Konzerte mit Swing, Jazz, Folk bis hin zu tänzerischen Darbietungen mit Bauchtanz zu gestaffelten Anfangszeiten, die sie in diesem Heft finden.

Das Eröffnungskonzert bestreitet die international bekannte Band „Jenix“, mit ihrem letzten Lausitzkonzert vor der Tournee mit „Silbermond“, ab 19 Uhr im „Gleis 1“ im Görlitzer Bahnhof. In den anderen Lokalen spielen zu verschiedenen Startzeiten bekannte Bands von A-Z, wie „Amatris“, „Apple Juice“, „Brewed & Bottled“, „Christoph Gottwald Swing Trio“, eine Depeche Mode Tributeband „Depeche Road“, „Fisherman‘s Band“, „Hot Spot“, „Magnetic Boots“, „Mirandus“, „Pauschalkraft“, „Tango Misterio“ und „Zenker & Co“.

Resüme GörlitzRockt 2010:

Görlitzer rocken in den Frühling

Sächsische Zeitung - Von Ines Eifler

Feiern im Schwibbogen war mit Zenker und Co. angesagt.
Mit dem Frühling erwacht die Lust, die Nacht zum Tag zu machen: Am Sonnabend ziehen viele Görlitzer durch die Kneipen, um rund 25 Künstler und Bands des Festivals „Görlitz Rockt!“ zu erleben. Dabei geht die Idee auf, das Kneipenfest schon am Nachmittag beginnen zu lassen.

Vor dem Café Kränzel warten Familien auf den Beginn und hören den eindringlichen Klängen der Band zu, die sich aus gutem Grund nach dem lateinischen Wort für wunderbar „Mirandus“ nennt. In Uma Zimmermanns Café Oriental schaut bei anmutigen Bewegungen und schwingenden Hüften die Tänzerin Debora Männern, Frauen und Kindern in die Augen. Da ist es noch ein paar Stunden, bis die ersten Rockbands die Luft zum Glühen bringen, doch Debora wird noch im Gespräch sein an diesem Abend. An vielen Orten sagen Leute: „Wir wollen noch zum Bauchtanz.“ Besonders aber ziehen sie weiter vom Gleis 1 im Bahnhof.

Dort warten an die 300 junge Kneipenfestbesucher auf den Hauptact des Abends. „Jenix“ sollen spielen, die in diesem Sommer mit „Silbermond“ auf Tournee gehen. Doch was die Wartenden nicht wissen: Die Band aus dem Dreiländereck tritt erst nach einer Vorband auf, die beim Druck des Programmhefts noch nicht feststand. Also verlassen viele den Bahnhof enttäuscht in Richtung Altstadt und kommen auch dann nicht wieder, als Jenix später wirklich beginnen. Die quirlige Sängerin Jenny gibt alles, um die Stimmung anzuheizen. Sie singt aus voller Kraft wie für Tausende, schüttelt ihr Haar hinterm silbernen Stirnband und fragt ihre Bühnenkollegen, ob sie auch so schwitzen. Aber das Publikum tanzt nur in den ersten fünf Reihen der gefüllten Saalhälfte, andere schauen wenig berührt zu und meinen im Hinausgehen, albern und übertrieben sei die Show.

Das ganze Gegenteil ist auf der Brüderstraße, am Untermarkt und an der Neiße der Fall. Die Görlitzer Rockband „Brewed & Bottled“ mit Frontman Andreas Kolley lässt ihr Publikum toben im kleinen Restaurant der „Brüders“. Wer etwas sehen will, muss sich im Zelt vor der Kneipe auf die Zehenspitzen stellen. Drei Häuser weiter spielt die junge Görlitzer Band „Jazz n Beats“ sehr feinen Swing für ein ebenfalls junges Publikum.

Im Ratscafé werden die Bautzener „Magnetic Boots“ mit ihrer anziehenden und professionelle Musik ihrem Namen gerecht. Das Publikum füllt Café, Zelt und Treppe und lässt Inhaber Heiko Kretzschmer froh aussehen. Im Wurzelkeller ist Salsa und macht ähnlich Stimmung wie in der kleinen Santa Lucia auf dem Klosterplatz, aus der lateinamerikanisches Flair nach außen dringt. Schließlich strömen die Menschen in die Vierradenmühle zu den „Hot Spots“, die mit Steffen Naumann am Mikro oder Gunter Ende am Bass zwar nicht jung besetzt sind, aber den Saal knapp überm Wasser mit ihrem unglaublich mitreißenden Soul-Funk und Rock zum Beben bringen, bis weit in die Nacht.